Paper & Powder?!

Natürlich macht man sich nicht über Nacht einfach selbstständig, sondern verbringt viele Monate jede freie Minute damit, gedanklich zu konstruieren, wie man sich als Selbstständige*r überhaupt präsentiert. Wo will ich hin, was biete ich an, wer sind meine Kunden? Die Liste ist lang und könnte an dieser Stelle noch ewig weitergeführt werden. 

Auch wenn mir damals klar war, dass ich nicht direkt auf all diese Fragen auch eine Antwort haben muss, eine wichtige Frage kam doch immer wieder auf: „Wie schaffe ich es, mir eine Plattform zu schaffen, die mich nicht nur als Make-up Artist wachsen lässt?“ 

Wie alles anfing

Foto: Heide Prange

Ich glaube damit klar wird, warum sich mir diese Frage überhaupt gestellt hat, muss ich ein wenig weiter ausholen.

Nachdem ich Anfang 20 festgestellt hatte, dass ich Kunst liebe, aber keine freie Künstlerin sein möchte, habe ich Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration studiert. Gejobbt habe ich damals nebenbei in einem Naturkosmetikladen.

Dort fing ich dann auch an zu schminken, Beratungen zu geben und als Assistenz der Geschäftsführung zu arbeiten. Bald war klar, dass ich etwas Eigenes machen möchte und mit diesem Entschluss stand die Frage im Raum, wie ich einen Rahmen schaffe, der mir die Freiheit lässt, meine Kreativität sowohl als Make-up Artistin, als auch als Designerin/Illustratorin auszuleben. 

Mit Paper & Powder habe ich genau das geschafft. Rückblickend kommt es mir natürlich so vor, als wäre der Name auf einmal da gewesen. Die Wahrheit ist aber, es gab unzählige Varianten zuvor. Gepasst und hängen geblieben ist jedoch nur diese, und mit ihr unzählige Möglichkeiten. Diese Freiheit ist genau das, was ich will.

Heute

Jeder Tag ist anders und ich kann tun was ich liebe. Ein riesiges Privileg, dessen ich mir vollkommen bewusst bin. An dem einen Tag schminke ich, und an dem darauf zeichne ich von früh bis spät. Ich darf tolle Produkte ausprobieren, viel schreiben, mich in den Social Media Wahnsinn stürzen und immer wieder ganz viel lernen. Wie man Gifs macht zum Beispiel. 😉

Natürlich sind da auch eine ganze Menge Unsicherheiten, Existenzängste und andere Zweifel, aber ich bin dankbar, dass mein Weg zur Selbstständigkeit einer mit wunderbaren Umwegen war und dass wohl noch einige dazu kommen werden. 

 

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